Notfalldokumentation für eine Digitalen Rettungskette
Projekt-InformationDIVI Sektion Notfalldokumentation
Das Ziel der interdisziplinären Arbeitsgruppe ist es, eine strukturierte, semantisch harmonisierte und interoperable Spezifikation für die Dokumentation der Notfallversorgung für den gesamten Verlauf der Rettungskette zu etablieren. Diese soll die standardisierte und eindeutige Abbildung medizinischer Informationen im Kontext der Notfallbehandlung ermöglichen und die technische Anschlussfähigkeit im Rahmen einer digitalen Rettungskette unterstützen.

Der Datensatz Notfalldokumentation
Eine hohe Umsetzbarkeit des standardisierten Dokumentationsinstruments soll u.a. durch den Einsatz EDV-gestützter Formulare erreicht und gleichzeitig jegliche Doppeldokumentation vermieden werden. Die Verwendung einheitlicher Dokumentationsstandards führt zu einer effizienten Kommunikation und Koordination der der Informationsweitergabe zwischen den verschiedenen (beteiligten) Akteuren und Sektoren des Gesundheitswesens. Die strukturierte und semantisch annotierte Notfalldokumentation hilft dabei Redundanz zu vermeiden und ermöglicht darüber hinaus auch abrechnungsrelevante Leistungen oder wissenschaftliche Fragestellung der Akut- und Notfallmedizin intersektoral zu erfassen.
Während die DIVI Sektion Notfalldokumentation die inhaltlichen (semantischen) Standards erarbeitet, werden durch die Aktivitäten des AKTIN-Netzwerkes und HL7 Deutschland die technischen und syntaktischen Standards sowie die Interoperabilitätsformate definiert.
Seit 2020 wird die AKTIN-Infrastruktur durch das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) gefördert.
Hintergrund: das AKTIN Projekt

Verbundforschungsprojekt "Verbesserung der Versorgungsforschung in der Akutmedizin in Deutschland durch den Aufbau eines Nationalen Notaufnahmeregisters" (AKTIN)
Anhand von Daten aus der Notfallmedizin werden Gefahren für die öffentliche Gesundheit, wie etwa der Ausbruch von ansteckenden Infektionskrankheiten, frühzeitig erkennbar. Dennoch stehen diese Daten bislang auf Bundes- und Landesebene weder in ausreichendem Umfang noch in ausreichender Qualität zur Verfügung. Wissenschaftliche Untersuchungen im Rahmen der Versorgungsforschung sind deshalb aktuell im Bereich der innerklinischen Notfallmedizin kaum möglich. Mit dem Verbundforschungsprojekt "Verbesserung der Versorgungsforschung in der Akutmedizin in Deutschland durch den Aufbau eines Nationalen Notaufnahmeregisters", kurz AKTIN, soll sich das ändern.
Die Basis des Projektes ist das von der Sektion Notaufnahmeprotokoll der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) entwickelte Protokoll für eine standardisierte strukturierte Dokumentation in der Notaufnahme. Um für die verschiedenen Fragestellungen die relevanten Daten zusammenführen zu können, ist der Aufbau einer dezentralen IT-Infrastruktur geplant. Bei dieser IT-Architektur bleiben die Daten in den einzelnen Kliniken und damit im Behandlungskontext. Erfolgt eine Anfrage für eine wissenschaftliche Fragestellung, so werden unter Wahrung des Datenschutzes nur die erforderlichen Daten zusammengeführt. In dem Projekt soll mit anonymisierten Daten gearbeitet werden.
Lizenz
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